Imagefilm über das ThürAZ

Aufgabe

Das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk” (ThürAZ) wurde 1991 zunächst unter dem Namen Matthias-Domaschk-Archiv Jena gegründet. Träger war und ist der Verein Künstler für Andere e.V., der aus der gleichnamigen Jenaer Gruppe der DDR-Opposition hervorgegangen ist. Die Gründung des Archivs stand in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der breiten gesellschaftlichen Debatte um die Funktion und Wirkung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Es diente zunächst der Aufbewahrung der Materialien der Repression in der SED-Diktatur, so etwa von Kopien der Akten des MfS.

Spätestens ab Mitte der 90er Jahre erfolgte ein Funktionswandel in der Arbeit des Archivs, im Mittelpunkt der Sammlungstätigkeit des ThürAZ standen und stehen seit diesem Zeitpunkt die Überlieferungen der Opposition und des Widerstandes selbst, dabei handelt es sich in der Regel um Egodokumente (s.a. Bestandsprofil).

Aktuelles

Junge mit Zeitung

Schließung des Archivs am Donnerstag, den 29. Februar 2024

Am Donnerstag, den 29. Februar 2024 bleibt das Archiv wegen unserer Teilnahme an der Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Suhl geschlossen.

Wir bitten um Verständnis und sind am Dienstag, den 5. März zu den gewohnten Öffnungszeiten (9-15 Uhr) wieder da.

"Jena-Paradies. Die letzte Reise des Matthias Domaschk" ab heute in der Lesezeit bei MDR Kultur

Ab HEUTE (Dienstag, 13. Februar 2024) sendet MDR Kultur "Jena-Paradies – Die letzte Reise des Matthias Domaschk" im Radio. 

Gelesen in neun Folgen à ca. 27 Minuten (Gesamtlänge 245 Minuten) vom 13. bis 23. Februar 2024 in der Sendung "Lesezeit" auf MDR Kultur jeweils um 9.05 und 19.05 Uhr. 

Die Lesung ist auch noch bis zum 8. Mai auf den sendereigenen Online-Seiten sowie in der ARD Audiothek als kostenloser Abrufstream öffentlich zugänglich.

Hier geht's zum Lifestream des MDR: https://www.mdr.de/kultur/radio/peter-wensierski-jena-paradies-die-letzte-reise-des-matthias-domaschk-lesezeit-100.html . 

Die Audio-CD zum Buch, gelesen von Oliver Dupont, gibt es darüber hinaus auch käuflich: https://www.amazon.de/Jena-Paradies-letzte-Reise-Matthias-Domaschk/dp/3863526031?tag=t7g-21&ie=UTF8 .

Sendung im MDR-Radio: 13.02. - 23.02. 2024 | Montag bis Freitag immer morgens um 9:05 Uhr

Wiederholung im MDR-Radio: 13.02. - 23.02. 2024 | Montag bis Freitag abends um 19:05 Uhr

Lesung mit Lutz Rathenow: "Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten"

Am Freitag, den 8. März stellt der aus Jena stammende Schriftsteller und DDR-Oppositionelle Lutz Rathenow um 18 Uhr im Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk" sein Buch "Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten" vor. Es handelt sich dabei um eine ausgewählte Zusammenstellung alter und neuer Texte des Autors. Der Kanon-Verlag, bei dem der autobiografische Band 2022 erschien, beschreibt die Textsammlung als "farbiges Kaleidoskop aus Erzählungen, Dialogen, Reportagen und Tagebuch-Notaten". 

Lutz Rathenow hatte in den 1970er Jahren den Arbeitskreis Literatur und Lyrik in Jena ins Leben gerufen. 1977 wurde er im Zuge der Ereignisse um die Ausbürgerung von Wolf Biermann aus politischen Gründen von der Friedrich-Schiller-Universität exmatrikuliert. Später, als freier Schriftsteller - nun in Ost-Berlin ansässig -, gelang es ihm, Texte in der Bundesrepublik zu veröffentlichen - was allerdings weitere Repressionen durch die Sicherheitsorgane der DDR nach sich zog. 

Termine

Lesung mit Lutz Rathenow: "Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten"

Am Freitag, den 8. März stellt der aus Jena stammende Schriftsteller und DDR-Oppositionelle Lutz Rathenow um 18 Uhr im Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk" sein Buch "Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten" vor. Es handelt sich dabei um eine ausgewählte Zusammenstellung alter und neuer Texte des Autors. Der Kanon-Verlag, bei dem der autobiografische Band 2022 erschien, beschreibt die Textsammlung als "farbiges Kaleidoskop aus Erzählungen, Dialogen, Reportagen und Tagebuch-Notaten". 

Lutz Rathenow hatte in den 1970er Jahren den Arbeitskreis Literatur und Lyrik in Jena ins Leben gerufen. 1977 wurde er im Zuge der Ereignisse um die Ausbürgerung von Wolf Biermann aus politischen Gründen von der Friedrich-Schiller-Universität exmatrikuliert. Später, als freier Schriftsteller - nun in Ost-Berlin ansässig -, gelang es ihm, Texte in der Bundesrepublik zu veröffentlichen - was allerdings weitere Repressionen durch die Sicherheitsorgane der DDR nach sich zog. 

Sponsoren und Förderer