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19. November 2019

Lesung: "Rädelsführer. Studentischer Protest in der DDR 1976"

Erfurt 1976: Ein Student schreibt einen kritischen Artikel für die Hochschulzeitung. Der Artikel wird nie gedruckt, der Student zwangsexmatrikuliert. Seine Mitstudierenden setzen sich für ihn ein und schreiben einen Brief an Bildungsministerin Margot Honecker. Darin wünschen sie sich »offene Diskussionen«. Honecker reagiert mit Härte. Die Studierenden sollen ihre Unterschrift zurückzuziehen. Einige werden mit Zwangsexmatrikulation bestraft und mit Studienverbot für sämtliche Hochschulen der DDR. Andere müssen sich in hysterisch anmutenden Anhörungen öffentlich distanzieren. Die Wege der drei von der Hochschulleitung zu »Rädelsführern« erklärten Personen führen darauf: ins Berufsleben, aufs Abstellgleis und ins Gefängnis. Eine spannende Erfurter Skandalchronik und noch viel mehr: Wie unterm Brennglas zeigt sich hier die Unterdrückung einer aufkeimenden Jugendbewegung am Vorabend der Biermann-Ausbürgerung.

Der Autor Jochen Voit ist Leiter der Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt. Die Künstlerin Gabriele Stötzer gehörte 1976 selbst zu den Erfurter Zwangsexmatrikulierten.

Lesung aus "Rädelsführer - Studentischer Protest in der DDR 1976" mit Dr. Jochen Voit und Gabriele Stötzer
Dienstag, 19. November 2019, 19.00 Uhr
Auditorium Zur Rosen, Johannisstraße 13, 07743 Jena

Die Veranstaltung wird durchgeführt von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk". Der Eintritt ist frei.