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5. Juli 2018

Podium: "Wir haben den Begriff des Volkseigentums beim Wort genommen" - Schwarzwohnen in der DDR

Schwarzwohner Alexander Adamek in der „Autonomen Republik Zwätzengasse“, Jena 1986, Screenshot aus dem Super-8-Film „Von einem, der auszog…“ (Hinterhofproduction 1985/86), ThürAZ, Bestand Thomas Grund, Sg.: P-GT-K-12

Die Verwahrlosung ganzer Stadtviertel bin hin zu massivem Verfall und Abriss sorgte in der DDR für „Grauzonen“, in denen sich Wohnungssuchende selbstständig einquartierten. Politisch motiviert war die Besetzung von Wohnraum war dabei nicht unbedingt: Oft wurde aus der Not heraus leerstehender Wohnraum in den Innenstädten besetzt – und von den BewohnerInnen instand gesetzt.

Ob das Phänomen des Schwarzwohnens nicht per se eine politische Dimension enthielt, da in den geschaffenen (Frei-)Räumen alternative Lebensentwürfe umgesetzt wurden, darüber diskutiert am 5. Juli der Historiker Udo Grashoff mit den ehemaligen Jenaer Schwarzwohnern Ralf Hedwig und Jörg Zickler.

Ralf Hedwig wohnte ab 1983 in der besetzten Quergasse 12, Jörg Zickler gründete 1986 die „Autonome Republik Zwätzengasse“ in der Zwätzengasse 7 mit.

Der Eintritt zum Podium ist frei. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Leben auf der Baustelle?! - Bauen und Wohnen in der DDR“. Gefördert wird sie mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Zeitzeugen-Podium "Wir haben den Begriff des Volkseigentums beim Wort genommen" - Schwarzwohnen in der DDR

Termin: Donnerstag, 5. Juli 2018, 19.00 Uhr
Gäste: Dr. Ralf Hedwig, Jörg Zickler
Moderation: Dr. Udo Grashoff
Ort: Café Wagner, Wagnergasse 26, 07743 Jena