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Veranstaltungsreihe 2018: "Leben auf der Baustelle?! - Bauen und Wohnen in der DDR"

Rostock 1981, Foto: Siegfried Wittenburg

Die Veranstaltungsreihe des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ) beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema „Leben auf der Baustelle? - Bauen und Wohnen in der DDR“.

Wohnraummangel war in der DDR ein eklatantes Problem: 1971 kamen auf 1000 Einwohner in den Bezirken Gera, Erfurt und Suhl nur 338 Wohnungen. Auch wenn Erich Honecker im Zuge der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik der Schaffung von Wohnraum hohe Priorität zumaß und eine „Lösung der Wohnungsfrage als soziales Problem“ bis 1990 versprach, blieb die Wohnungsversorgung bis 1989/90 mangelhaft.

Wie ging die Bevölkerung mit dem Mangel an Wohnraum um? Wie begegnete sie anderen Problemen, z. B. der Kopplung der Wohnungsvergabe an Arbeitsverträge, aber auch den Bauschäden in und an Altbauten in den Innenstädten?

In der Veranstaltungsreihe untersucht das ThürAZ Formen eigensinnigen Verhaltens und kreative Lösungsansätze der DDR-BürgerInnen im Bezug auf die Themen Bauen und Wohnen. Unter anderem betrachten wir die Aneignung von Wohnraum durch „Schwarzwohnen“, die Gründung lokaler Initiativen zur Konservierung von Altbausubstanz und den Wohnalltag in Neubaugebieten.

Der Eintritt zu den Podien ist frei. Die Tickets für die Filmveranstaltungen gibt es im Vorfeld beim Kino im Schillerhof bzw. unter www.schillerhof.org.

Die Reihe wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

1. Podium: „Jena-Neulobeda: Alltag in einer 'sozialistischen Modellstadt' der späten Ulbricht-Ära“

Impuls: Dr. Rüdiger Stutz (Historiker)

Zeitzeuge: Karl Otto

Ort: Stadtmuseum Jena, Markt 7, 07743 Jena

Termin: Donnerstag, 3. Mai 2018, 19.00 Uhr

 

2. Film & Gespräch: „Unser kurzes Leben“

Gast: Dr. Maria Brosig (Literaturwissenschaftlerin)

Ort: Kino im Schillerhof, Helmboldstraße 1, 07749 Jena

Termin: Freitag, 1. Juni 2018, 19.00 Uhr

 

3. Podium: „ ‚Ruinen schaffen ohne Waffen‘ – Verfall der ostdeutschen Innenstädte im Fokus der DDR-Opposition“

Zeitzeugen: Christian Feigl, Matthias Sengewald

Ort: Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Andreasstr. 37a, 99084 Erfurt

Termin: Donnerstag, 28. Juni 2018, 19.00 Uhr

 

4. Podium: „ ‚Wir haben den Begriff des Volkseigentums beim Wort genommen‘: Schwarzwohnen in der DDR“

Impuls: Dr. Udo Grashoff (Historiker)

Zeitzeugen: Dr. Ralf Hedwig, Jörg Zickler

Ort: Café Wagner, Wagnergasse 26, 07743 Jena

Termin: Donnerstag, 5. Juli 2018, 19.00 Uhr

 

5. Podium: „Eigensinn in der Platte: Der Arbeitskreis Literatur und Lyrik in Jena-Neulobeda und die Offene Arbeit Halle-Neustadt“

Zeitzeuginnen: Josephine Keßler, Maria Mothes

Ort: Stadtteilbüro Lobeda, Karl-Marx-Allee 28, 07747 Jena

Termin: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19.00 Uhr

 

6. Film & Gespräch: „Insel der Schwäne“

Gast: Dr. Birgit Dahlke (Literaturwissenschaftlerin)

Ort: Kino im Schillerhof, Helmboldstraße 1, 07749 Jena

Termin: Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19.00 Uhr

 

7. Nachbarschaftsgespräch: „Wohnen in der 'Platte'"

Ort: wird noch bekannt gegeben

Termin: Donnerstag, 15. November 2018, 17.30 Uhr