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8. November 2017

Podium: "Wie umgehen mit der Vergangenheit? Der 9. November als Herausforderung und Chance"

Stolpersteine in Jena, Foto: André Kudernatsch

Mit dem Datum des 9. November verbinden sich für Deutschland im 20. Jahrhundert mehrere historische Zäsuren. Neben dem Ende einer Monarchie und der Einführung einer Demokratie 1918 steht der Übergang von der staatlichen Diskriminierung zur systematischen Verfolgung der jüdischen Minderheit im Jahr 1938. Ebenfalls am 9. November fand 1989 der Höhepunkt einer friedlichen Revolution gegen die SED-Diktatur in der DDR statt, durch den Fall der Mauer endete die deutsch-deutsche Teilung.
Die Podiumsdiskussion fragt: Wie lässt sich ein angemessenes Gedenken an diese sehr unterschiedlich erinnerten Ereignisse miteinander verbinden?

Am lokalen Beispiel wollen wir dieser Frage nachgehen. Vor dem Hintergrund, dass es einem rechtsextremen Bündnis gelang, am 9. November 2016 mit Fackeln durch das Jenaer Damenviertel zu ziehen, drängt sich die Notwendigkeit auf, über mögliche und adäquate Formen des Erinnerns und Gedenkens zu diskutieren.

Zum Gespräch eingeladen sind Akteure aus den Bereichen Geschichtswissenschaft, Justiz, politische Bildung und Zivilgesellschaft.

Podiumsdiskussion am 8. November 2017, Beginn: 20.00 Uhr, Ort: Volksbad Jena (Knebelstraße 10, 07743 Jena)

Impulsvortrag:
Dr. Rüdiger Stutz (Stadthistoriker Jena)

Podium:
Christian Franke (Web Developer), Christoph Lammert (Berater gegen Rechtsextremismus), Thomas Ott (Rechtsanwalt), Dr. Jeanette van Laak (Historikerin)

Moderation:
Henry Bernhard (Hörfunkjournalist), Dr. des. Franziska Schmidtke (Projektkoordinatorinin der Rechtsextremismusforschung)

Die Veranstaltung wird organisiert durch das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ und die Geschichtswerkstatt Jena. Die Podiumsdiskussion eröffnet vielfältige Veranstaltungsangebote in Jena unter dem Motto „Tag und Nacht der Demokratie“.