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26. Februar 2019

Veranstaltungsreihe 2019: "Den aufrechten Gang erlernen" - Zivilgesellschaftliche Aufbrüche in Jena 1989/90

"Wir sind das Volk", Jena, Oktober 1989, Urheber: Rainer G. Schumacher, Foto: Rüdiger Schmalle

 

Mit dem Thema „'Den aufrechten Gang erlernen' – Zivilgesellschaftliche Aufbrüche in Jena 1989/90“ fragt die Veranstaltungsreihe danach, wie sich die Umbrüche seit dem Herbst 1989 auf der lokalen Ebene auswirkten. Der Schriftsteller Stefan Heym zitierte während der Kundgebung am 4. November 1989 auf dem Ostberliner Alexanderplatz aus einem Brief an ihn: „Wir haben in diesen letzten Wochen unsere Sprachlosigkeit überwunden und sind jetzt dabei, den aufrechten Gang zu erlernen.“

Den aufrechten Gang übten BürgerInnen der Stadt Jena, indem sie gesellschaftliche Entwicklungen ‚von unten‘ anstießen und voranbrachten. Es handelte sich um zivilgesellschaftliche Aufbrüche in unterschiedlichen Teilbereichen der Gesellschaft: im Bildungswesen, in den Betrieben, in der Presselandschaft.

Im Fokus steht die Emanzipation Einzelner und Gruppen, die die herrschenden Machtverhältnisse offen infrage stellten und zur Einforderung des Rechts auf Mitgestaltung der Gesellschaft aufriefen. 

Zeitzeugenpodien, eine Performance und eine Filmvorführung widmen sich einzelnen Schritten auf diesem Weg in Form einer Rückschau nach 30 Jahren Friedlicher Revolution. Der Eintritt zu den Podien und zur Performance ist frei.

Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Programms „89//19: Wegbruch – Aufbruch – Umbruch. Jena und die Revolution(en) von 1989“ statt und wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Kooperationspartner sind der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Jena, die Freie Bühne e. V. und JenaKultur.  

 

1. Podium: „Wir brauchen keine Folgsbildung!“ – Jenaer Schulen im Umbruch 1989/90 

Gäste: Gisela John, Frank Schenker, Rüdiger Schütz

Moderation: Dr. Matias Mieth

Ort: Mensa der Integrierten Gesamtschule Grete Unrein, August-Bebel-Straße 1, 07743 Jena

Termin: Donnerstag, 28.03.2019, 19.00 Uhr

 

2. Podium: Betriebliche und gewerkschaftliche Aufbrüche in Jena 1989

Gäste: Jörg Auweiler, Jürgen Dömel, Frank Günther

Moderation: Dr. Renate Hürtgen

Ort: Volkshaus (Raum 10), Carl-Zeiß-Platz 15, 07743 Jena

Termin: Montag, 15.04.2019, 19.00 Uhr

 

3. Podium: „Wir Journalisten sind jetzt sehr aufgeklärt“ – Die Transformation des Pressewesens am Beispiel von TLZ und OTZ

Gäste: Lutz Prager, Thomas Stridde

Moderation: Katrin Tominski

Ort: Stadtmuseum Jena, Markt 7, 07743 Jena

Termin: Donnerstag, 16.05.2019, 19.00 Uhr

 

4. Performance der Freien Bühne e. V.: „Eine Hoffnung lernt gehen“: Christliche Anstöße für die Friedliche Revolution

Ort: Stadtkirche St. Michael, Kirchplatz 1, 07743 Jena

Termin: Freitag, 25.10.2019, 19.00 Uhr

 

5. Podium: „Wir bleiben hier!“ – Bürgerbewegungen und neue Parteien in Jena 1989/90

Gäste: Stephan Schack, Dr. Friederike Spengler, Dr. Hildegund Storch

Moderation: Michael Dorsch

Ort: Haus auf der Mauer, Johannisplatz 26, 07743 Jena

Termin: Samstag, 26.10.2018, 13.30 Uhr (im Rahmen des 9. Tages der Stadtgeschichte)

 

6. Film & Gespräch: „30 Jahre Friedliche Revolution! – Kein öffentliches Interesse?“

Gäste: Torsten Cott, Torsten Eckold

Ort: Kino im Schillerhof, Helmboldstraße 1, 07749 Jena

Termin: Mittwoch, 20.11.2019, 18.00 Uhr

 

7. Podium: „Die Stasi verbrennt Akten!“ – Das Ende der Staatssicherheit in Jena 1989/90

Gäste: Hartmut Fichtmüller, Markus Heckert, Jörn Mothes

Moderation: Daniel Börner

Ort: Beratungsraum Stadtverwaltung, Lutherplatz 3, 07743 Jena

Termin: Mittwoch, 04.12.2019, 18.00 Uhr