Privatarchive
Schön, Angelika
| Privatarchiv | Schön, Angelika |
| Bezugsorte | Altenburg, Berlin-Ost, Braunsdorf, Erfurt, Weimar |
| Umfang | 5,4 lfm |
| Zeitraum | 1980 - 90 |
| Stichworte | Basisgruppen, Kirche von Unten, unabhängige Friedensbewegung, Umweltschutz, Konziliarer Prozeß, Thüringer Landeskirche, Städtepartnerschaft, Wende |
| Erschließung | Datenbank |
| Signatur | P-AS |
Angelika Schön gehörte zu den aktiven OrganisatorInnen von oppositioneller Arbeit besonders in Weimar. Sie war Mitglied verschiedener Gruppen, wie dem Denstedter Friedenskreis und den Basisgruppen der Offenen Arbeit.
In der Sammlung sind neben wichtigen Schlüsselereignissen wie dem Olof-Palme-Friedensmarsch (1987) Dokumente der alltäglichen Kleinarbeit enthalten: Flugblätter aus dem Jahre 1983 gegen die Kernenergienutzung, Protokolle zu einer Hausdurchsuchung im Jahre 1988 bei A. Schön und weiteren Menschen in Berlin, Weimar, Leipzig und Dresden u.v.a.m.
Dokumentiert wird ausschnittweise die Diskussion um die Städtepartnerschaft Weimar-Trier aus den Jahren 1986 - 1989.
Insbesondere die unabhängige Friedensbewegung wird mit unterschiedlichen Dokumenten beleuchtet. So finden sich Materialien der Friedensdekaden und von Frieden konkret aus den Jahren 1986 - 1988, zum Sozialen Friedensdienst von 1987-89. Doch auch Schriften der Jenaer Friedensgemeinschaft aus dem Jahr 1983 und Zeugnisse zur Kriegsdienstverweigerung aus dem Jahr 1985 sind erhalten geblieben.
Die Basisgruppentreffen als regionale Treffen der Gruppen in Thüringen sind für das Jahr 1988 belegt, die Basisgruppenarbeit für die Jahre 1986 - 1988. Die Europäische Ökumenische Versammlung des Jahres 1989 in Basel A. Schön nahm als Delegierte teil - wird ebenfalls dokumentiert.
Auch ein Querschnitt des Samisdat von 1984 bis 1989 ist im Bestand überliefert, wie Schalom (1984), anstoeße (1985), lila Band (1987), Erfurter Filterpapier (1989) u.a.
Nach dem Umbruch in der DDR engagierte sich A. Schön in der Aufarbeitung besonders der Weimarer Basisgruppen. Sie übergab nach Beendigung ihrer Arbeit die in diesem Rahmen gesammelten Materialien an das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk".
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