Privatarchive
Horschig, Michael
| Privatarchiv | Horschig, Michael |
| Bezugsorte | Berlin-Ost |
| Umfang | 0,2 lfm |
| Zeitraum | 1983 - 89 |
| Stichworte | Offene Arbeit, Punk, Haft |
| Erschließung | n.n. |
| Signatur | P-HoM |
Als Sänger, Liedermacher und Mitglied der Gruppe "Namenlos" ist Michael Horschig beredtes Beispiel des politischen Punk in der DDR.
Im Bestand sind einige Zeitungen des DDR-Untergrundes von 1987 - 1989 zu finden, wie auch maschinenschriftlich vervielfältigte Aufsätze zu Freiheit, Demokratie, Anarchismus, Kommunismus, Pazifismus u.a. Themen. Daneben beinhaltet die Sammlung u.a. Schriftwechsel von 1983 und 1984 und handschriftliche Liedtexte ("Hausfrauenlied", "Das ist nicht meine Welt", "Nachbars Auto" u.a.)
Obwohl mit staatlichem Auftrittsverbot belegt, trat die Gruppe zu Konzerte in kirchlichen Räumen auf. Nachdem das MfS Berlin bereits seit 1983 im Operativen Vorgang "Namenlos" nach einer Möglichkeit gesucht hatte, die Mitglieder der Gruppe strafrechtlich zu belangen, wurden M. Horschig und andere Bandmitglieder 1984 für das Singen des Liedes: "MfS-SS-SS" inhaftiert.
Nach der Entlassung wurde gegen ihn 1987 ein weiterer MfS-Vorgang angelegt, der bis zur Auflösung des MfS geführt wurde.
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