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Vor- u. Nachlässe

Damm, Michael

Privatarchiv Damm, Michael
Bezugsorte Gera, Leipzig
Umfang 0,5 lfm.
Zeitraum 1973 - 95
Stichworte
ErschließungDatenbank
Signatur P-DM

Der Vorlass des 1953 geborenen Pfarrers Michael Damm ist von seinem starken Interesse und Engagement in Friedens- und Menschenrechtsfragen geprägt. 1977 beginnt Damm ein Theologiestudium in Leipzig. So enthält die Sammlung vor allem kirchliches Arbeitsmaterial zum Thema Frieden und Abrüstung aus den 1980er Jahren. Im Bestand befinden sich Reader der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Jugend beim Bund der Ev. Kirchen in der DDR (BEK) zu den Friedensdekaden (1981-1985), Ausgaben der „Informationen und Texte“ der Theologischen Studienabteilung beim BEK, „Frieda“ der Christlichen Friedenskonferenz - Arbeitsgemeinschaft Thüringen, „Kontakt“ der Ev. Studentengemeinde in der DDR, „Texte und Materialien“ der Jugendversammlung Gotha 1988 zum Landesjugendsonntag im Ev. Kirchentag der Region Thüringen, aber auch Texte der Ökumenischen Vollversammlungen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Magdeburg 1988 und Dresden 1989.

Des Weiteren sind in der Sammlung diverse Belege des gesellschaftskritischen Engagements von Damm enthalten. Aus dem Jahr 1976 sind innerkirchliche Informationen zur Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz, eine Eingabe Damms zur Ausbürgerung Wolf Biermanns und ein Unterstützungsschreiben an den Schriftsteller Reiner Kunze überliefert. Die Zeitungsartikelsammlung von Damm aus den 1970er Jahren unterstreicht seine kritische Betrachtung der Kulturpolitik und der Auslandspolitik der DDR. In einer Korrespondenz mit dem Landeskirchenrat Thüringen protestiert Damm im Jahr 1986 gegen die Einstellung des Druckes des „Friedensreader“ und das damit einhergehende Ordnungsstrafverfahren gegen dessen Herausgeber, den Rudolstädter Jugendpfarrer Uwe Koch. In einem Antwortschreiben wird ein eindeutiger Bezug des Verbotes des „Friedensreader“ zur Ev. Jugendgroßveranstaltung der Jungen Gemeinde Rudolstadt „Jugend 86“ hergestellt.

Die Friedliche Revolution ist mit Aufrufen, Offenen Briefen, Satzungen und Flugblättern von Gruppen, Initiativen, Bürgerbewegungen und Parteien aus dem Jahr 1989 vertreten, wie beispielsweise vom Neuen Forum, der SDP oder kirchlicher Basisgruppen in Thüringen.



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