Aktuelles
4. Oktober 2011, 19:30 Uhr
Schleichwege. Inoffizielle Kontakte zwischen BürgerInnen der DDR und der Volksrepublik Polen von 1972 bis 1989
Vortrag und Gespräch
Ort: ThürAZ, Camsdorfer Ufer 17, Jena
Vortrag: Dr. Daniel Logemann
Worin lag die Anziehungskraft des "Polnischen" für die DDR-BürgerInnen? Untersucht werden deutsch-polnische Kontakte im realsozialistischen Alltag im Leipzig der 1970er und 1980er Jahre. Diskutiert werden die staatssozialistischen Bedingungen vor dem Hintergrund historischer Erfahrungen und gesellschaftlicher Entwicklungen in der DDR und der Volksrepublik Polen.
Welche Freiräume, welche Grenzen eröffneten sich polnischen VertragsarbeiterInnen, Studierenden, FunktionärInnen und "polenbegeisterten" LeipzigerInnen? Wie Urlaub und Reisen in Polen reglementiert und durch den Staat überwacht wurden ist genauso Thema wie die Auswirkungen der deutsch-polnischen Kontakte auf den Konsumgütermarkt in Leipzig. Der Umgang mit Einkaufstourismus und Schleichhandel lässt Rückschlüsse auf die innere Verfasstheit der DDR-Gesellschaft und die Mechanismen des Machterhaltes zu.

