Aktuelles
Juni - Dezember 2011
Grenzräume und Abgrenzungen. Vortragsreihe des Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ 2011
Die Reihe zu Forschungen und aktuellen Debatten zur DDR-Geschichte nimmt 2011 Grenzwahrnehmungen und -überschreitungen in den Blick. Wie veränderten sich die Handlungsräume durch die stetige Ab- und Ausgrenzung, die bis in die Privatsphäre reichte? Wie lebte man Anderssein und die eigenen Überzeugungen in der Diktatur? Welche Handlungsmöglichkeiten schafften sich Dissidenten und Couragierte? Wer grenzte wie Dritte aus? Der durch diese Praxis entstandene Vertrauensverlust wirkt in der Gesellschaft zum Teil bis heute fort. Davon wird auch die Gedenkkultur beeinflusst.
Freitag, 17. Juni 2011, 19.30 Uhr
„Akten im Schnee…“ – Zur Konzeption und Wirkung des Jenaer Denkmals für politisch Verfolgte in der SBZ/ DDR
mit Sybille Mania und Vertretern der Stadt Jena sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Anliegen des 2010 eingeweihten Denkmals ist es, aus verschiedenen Perspektiven an diejenigen zu erinnern, die aufrecht für Demokratie und Menschenrechte eintraten und eine aktive Auseinandersetzung mit ihrem Handeln zu ermöglichen. Ein Jahr nach der Einweihung erläutert die Künstlerin Intention und Symbolik der dargestellten Aktenbehälter und der darauf eingravierten Daten und Eintragungen. Wie wirkt das Denkmal auf unterschiedliche Betrachter? Welchen Stellenwert nahm die Debatte im Vorfeld ein? Möglichkeiten und Grenzen von Gedenkkultur werden im anschließenden Podiumsgespräch erörtert.
Weitere Termine der Vortragsreihe folgen!

